Stillen – mehr Frust als Lust?

Für die spätere Gesundheit eines Kindes, ist es von essenzieller Bedeutung, wie wir im Säuglings- und Kleinkindalter ernährt werden. In der Schwangerschaft wird das Baby über die Nabelschnur versorgt. Lebt die Schwangere gesund, erhält es alles, was es braucht, um sich gut zu entwickeln. Die Geburt leitet zwar die Trennung zwischen Mutter und Kind ein, doch beide haben schnell wieder das Bedürfnis, sich gegenseitig zu spüren und zu kuscheln.

Die Brust ist daher die natürliche „Wiedervereinigung“, denn beim Stillen kann das Baby die Mutter sehen, fühlen, riechen, hören und schmecken. Die Natur hat es intelligent eingerichtet, so dass nach der Geburt die Stillzeit kommt um eine komplette Trennung von Mutter und Kind entgegenzusteuern. Das Stillen unterstützt eine sichere Bindung zur Mutter und bietet Nahrung, die speziell auf die Bedürfnisse vom Baby zugeschnitten sind.

Was jedoch, wenn sich das Stillen alles andere als selbstverständlich gestaltet und mehr Frust als Lust sich einstellt? Es wird täglich zu einer Herausforderung für alle Beteiligten? Unsicherheit, Zweifel und Überforderung machen sich breit?

Nach einer Geburt kann es durchaus Entwicklungen geben, die den idealen Vorgang stören und es treten Schwierigkeiten auf, die entweder durch kompetente Unterstützung behoben werden können, manchmal jedoch auch das Zufüttern oder das Abstillen einleiten.

Frauen, die sich in einer solchen Situation befinden, hadern mit sich selber und leiden unter einem schlechten Gewissen.